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JAP auf der CeBIT 2002
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Wir stellen aus in Halle
11 Stand
D27. Sie interessieren sich für Datenschutz, Anonymität, haben
Fragen zum Jap oder wollen uns einfach nur kennenlernen? Dann besuchen sie uns
auf der Cebit!
Als PDF-Files können sie unsere
Motivation und Ziel
Das Sammeln personenbezogener Daten im Internet ist immer stärker auch
von kommerziellem Interesse. Unser System soll dazu beitragen, daß sich
Nutzer davor schützen können. Indem es eine anonyme und unbeobachtbare
Kommunikation erlaubt, ist es als Basis für anspruchsvolle Internet-Dienste
geeignet. Dies könnten z.B. Beratungs- bzw. Auskunftsdienste oder spezielle
Angebote im Bereich E-Commerce sein. Aber auch Services im Rahmen von E-Government,
wie z. B. Diskussions-Foren oder Online-Wahlen sind denkbar.
Wir bieten eine intuitiv zu bedienende Open-Source Software, die es jedem Surfer
ermöglicht, seine Datenspuren im Internet zu verwischen. Die Software bietet
eine Möglichkeit zum Selbstschutz gegen professionelle Datensammler und
Firmen, die ihr Geld mit dem Verkaufen von Persönlichkeitsprofilen verdienen.
Im Endausbau soll das System auch gegen sehr starke Angreifer schützen,
die in der Lage sind, Verkehrsanalysen durchzuführen, d. h. den gesamten
Datenverkehr des Netzes über einen langen Zeitraum abzuhören.
Umsetzung
Das System beinhaltet ein Client-Programm (JAP genannt) und mehrere über
das Internet verbundene Server. Zwei mögliche Konfigurationen sind denkbar:
- Einzelbenutzer: Jeder Nutzer installiert sich den JAP lokal auf seinem
Rechner. Dies ist insbesondere bei privatem Gebrauch sinnvoll.
 
- Mehrbenutzer: Es ist auch möglich, daß mehrere Benutzer gemeinsam
einen JAP benutzen. Dieser wird dann auf einem speziellen Rechner installiert,
der Verbindung zum Internet hat. Sinnvoll kann dies beim Einsatz in Firmen
sein - so kann z. B. verhindert werden, daß Konkurrenten aus den Internetaktivität
der Mitarbeiter Rückschlüsse auf zukünftige Projekte ziehen.
Existiert z. B. ein firmeninternes Intranet, so kann der JAP auf einem Rechner
installiert werden, der sowohl Zugang zum Intranet als auch zum Internet hat.
Dies kann z.B. der Firewall- Rechner oder ein WWW-Proxy sein.
Funktionsweise
Der JAP arbeitet als Proxy (z. B. für WWW-Browser) und ist über das
Internet mit dem Anonymisierungsdienst verbunden. Dieser besteht aus mehreren
hintereinandergeschalteten Zwischenstationen (von ihrem Erfinder David Chaum
als Mixe bezeichnet). Jeder Mix sammelt dabei zunächst Nachrichtenpakete
von mehreren Nutzern, bevor er sie umkodiert und umsortiert wieder ausgibt.
Die Pakete sind mehrfach verschlüsselt und das Umkodieren besteht im Wesentlichen
aus einer Entschlüsselung. In Abbildung 1 ist der prinzipielle Aufbau des
Gesamtsystems dargestellt.
Ein Nutzer ist anonym innerhalb der Gruppe aller Nutzer des Anonymisierungsdienstes.
Durch die Umkodierung wird erreicht, daß ein- und ausgehende Datenpakete
ein anderes Erscheinungsbild haben. Damit ist selbst ein Angreifer, der alle
Leitungen überwacht, nicht in der Lage zu entscheiden, welche Eingabe-
zu welcher Ausgabenachricht gehört. Alle Pakete sind gleich groß,
so daß es auch an Hand dieser Eigenschaft nicht möglich ist, eine
Verkettung von Ein- und Ausgabe herzustellen. Das gesamte Verfahren ist bereits
sicher, wenn mindestens einer der verwendeten Mixe korrekt arbeitet. Um die
Vertrauenswürdigkeit des Dienstes zu erhöhen, sollen mehrere Mixe
von unabhängigen Betreibern existieren. Der JAP bietet dem Nutzer die Möglichkeit,
aus den vorhandenen Mix-Kaskaden diejenige auszuwählen, die seiner Meinung
nach am vertrauenswürdigsten ist.
Ausblick
Um verschiedene Alternativen anbieten zu können, suchen wir Partner (ISPs,
Datenschützer, IT-Security-Firmen bzw. Dienstleister o.ä.) die bereit
sind, Mixe zu betreiben. Gemeinsam mit Industriepartnern können Geschäftsmodelle
entwickelt werden, die eine Vermarktung ermöglichen.
Der JAP ist ein Java-Programm und somit auf vielen Plattformen einsetzbar (Windows,
Macintosh, Linux, Solaris etc.) Die Mixe lassen sich ebenfalls auf vielen Unix-artigen
Plattformen betreiben (Linux, Solaris, Irix etc.). Da die Quellkodes veröffentlicht
sind, kann sich jeder davon überzeugen, daß das System den versprochenen
Dienst auch wirklich erbringt und daß keine versteckten Hintertüren
enthalten sind.
Dieses Projekt wird in sehr enger Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen
Landeszentrum für den Datenschutz Schleswig-Holstein durchgeführt
und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
Kontakt
Technische Universität Dresden
Institut für Systemarchitektur
Stefan Köpsell
01062 Dresden
E-Mail: jap@inf.tu-dresden.de

© 2001 JAP Team
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Einschränkungen bei den Dresden (JAP) Anonymiserungsservern
Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, die Downloadmöglichkeiten über die Dresden (JAP) Mixe etwas zu beschränken,
um eine fairere Nutzung der knappen Ressourcen unserer Server für alle Nutzer zu ermöglichen, die einfach "normal" im Web surfen wollen. mehr...
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